So läuft es ab
Ablauf der Vermittlung in fünf Schritten
Vom ersten Anruf bis zur Anreise vergehen in der Regel zehn bis vierzehn Tage. Was in dieser Zeit passiert, wer was tut und woran es gelegentlich hakt.
Die Vermittlung einer 24-Stunden-Betreuung verläuft in fünf Schritten: Erstgespräch, strukturierte Bedarfserfassung, kostenloses Angebot, Vorstellung einer konkreten Betreuungskraft mit Profil und schließlich Anreise mit laufender Begleitung. Zwischen dem ersten Kontakt und dem Einzug liegen in der Regel zehn bis vierzehn Tage. Bis zur Beauftragung entstehen Ihnen keine Kosten.
Die fünf Schritte im Einzelnen
Jeder Schritt hat ein klares Ergebnis, und Sie entscheiden nach jedem Schritt neu, ob es weitergeht. Nichts davon verpflichtet Sie zu etwas. Bis zur Beauftragung können Sie den Vorgang jederzeit abbrechen, ohne dass Kosten entstehen. Das ist keine Kulanz, sondern die Bedingung dafür, dass Sie in einer belastenden Situation in Ruhe entscheiden können.
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Erstkontakt und Zuhören
Sie rufen an oder schreiben. Im ersten Gespräch geht es nicht um Verkauf, sondern um die Situation: Was ist passiert, wie sieht der Alltag aus, was macht gerade die größte Sorge. Am Ende wissen Sie, ob eine häusliche Betreuung überhaupt die passende Lösung ist.
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Bedarfserfassung
Wir gehen den Tagesablauf strukturiert durch: Mobilität, Grundpflege, Nächte, Kochen, Sprachniveau, Wohnsituation. Das dauert etwa zwanzig Minuten, wahlweise am Telefon oder über den Fragebogen. Ohne diesen Schritt gibt es kein belastbares Angebot.
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Kostenloses Angebot
Sie erhalten ein schriftliches Angebot, in dem jede Position einzeln steht: Betreuung, An- und Abreise, Verpflegung, Zuschläge. Es ist unverbindlich und kostet nichts. Sie können es in Ruhe mit der Familie besprechen oder mit anderen Angeboten vergleichen.
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Vorstellung der Betreuungskraft
Wir schlagen eine konkrete Person vor, mit Profil: Alter, Erfahrung, Deutschkenntnisse, Führerschein, Raucherstatus, bisherige Einsätze. Auf Wunsch telefonieren Sie vorher. Passt es nicht, schlagen wir eine andere vor. Erst wenn Sie zustimmen, wird gebucht.
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Anreise und laufende Begleitung
Die Betreuungskraft reist an, in der Regel mit dem Fahrdienst bis vor die Tür. Am ersten Tag wird der Haushalt gemeinsam durchgegangen. Danach bleiben wir Ansprechpartner: bei Fragen im Alltag, beim Wechsel und wenn etwas nicht läuft.
Zwischen Schritt drei und vier liegt die eigentliche Arbeit, die Sie nicht sehen: die Suche nach einer Person, die zum beschriebenen Bedarf passt. Weil wir an unserer Partneragentur im Herkunftsland beteiligt sind, sprechen wir dabei nicht mit einem Vermittler über eine Liste, sondern mit Kolleginnen und Kollegen über Menschen, die sie persönlich kennen. Das verkürzt die Suche und macht die Profile belastbarer. Wie die Auswahl abläuft, steht bei den Betreuungskräften aus Rumänien.
Wie lange es wirklich dauert
Zehn bis vierzehn Tage sind der Regelfall, nicht die Untergrenze und nicht die Obergrenze. Der Zeitraum verteilt sich ungefähr so: ein bis zwei Tage bis zum Angebot, drei bis fünf Tage für die Suche und Vorstellung, danach die Reiseplanung. Die Anreise erfolgt meist mit einem Fahrdienst, der auf festen Routen fährt. Das erklärt, warum ein Einsatz manchmal am Dienstag und nicht am Freitag beginnt.
Schneller geht es bei einer angekündigten Klinikentlassung. Wenn Sie sich melden, sobald der Entlassungstermin steht, arbeiten wir parallel: Angebot und Suche laufen gleichzeitig. In solchen Fällen sind fünf bis sieben Tage möglich. Rufen Sie deshalb nicht erst am Entlassungstag an, sondern sobald das Krankenhaus einen Termin nennt. Der Sozialdienst der Klinik kann Ihnen dabei auch das Entlassmanagement erklären.
Länger dauert es bei seltenen Anforderungen. Sehr gute Deutschkenntnisse zusammen mit Führerschein, Erfahrung mit Demenz und Bereitschaft zum Transfer eines schweren Menschen: Jede zusätzliche Bedingung verkleinert den Kreis der infrage kommenden Personen. Wir sagen Ihnen dann ehrlich, dass es drei Wochen dauern kann, statt Ihnen jemanden zu schicken, der die Hälfte der Anforderungen nicht erfüllt.
Eine Betreuung von heute auf morgen gibt es realistisch nicht. Für die Lücke zwischen akutem Bedarf und Anreise kommen Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege oder ein stundenweiser ambulanter Dienst infrage. Das Jahresbudget dafür beträgt 3.539 € ab Pflegegrad 2. Wie Verhinderungspflege funktioniert
Wechsel der Betreuungskraft
Eine Betreuungskraft bleibt nicht dauerhaft. Üblich ist ein Turnus von vier bis zwölf Wochen, danach reist sie in ihr Heimatland und eine andere übernimmt. Das ist kein Mangel des Modells, sondern seine Voraussetzung: Niemand hält es über Monate ohne eigenes Zuhause aus.
Wir versuchen, ein festes Paar zu bilden: zwei Personen, die sich dauerhaft abwechseln. Nach dem zweiten oder dritten Durchlauf kennen beide den Haushalt, die Gewohnheiten und die Eigenheiten des betreuten Menschen. Das ist spürbar besser als ein ständig wechselndes Gesicht und einer der wichtigsten Qualitätspunkte überhaupt.
Damit die Übergabe funktioniert, hat sich Folgendes bewährt:
- Ein Übergabebuch im Haushalt, in das die Betreuungskraft Tagesablauf, Medikamente, Vorlieben und Auffälligkeiten einträgt. Ein einfaches Schulheft genügt.
- Wenn möglich eine Überschneidung von einigen Stunden am Wechseltag, damit die Übergabe persönlich stattfindet.
- Ein Angehöriger vor Ort am ersten Tag der neuen Kraft, der die Wohnung zeigt und die wichtigsten Punkte erklärt.
- Die Notfallnummern hängen sichtbar in der Küche und werden nicht jedes Mal neu erklärt.
Die An- und Abreisekosten fallen bei jedem Wechsel an und stehen im Angebot als eigene Position. Wie sie sich zum Gesamtbetrag verhalten, steht unter Kosten der 24-Stunden-Betreuung. Dass der Wechsel sozialversicherungs- rechtlich sauber abläuft, hängt an der Entsendung. Die Grundlagen dazu stehen unter Rechtssicherheit und A1-Bescheinigung.
Wenn es nicht passt
Menschliche Passung lässt sich nicht garantieren. Wir können Qualifikation, Sprache und Erfahrung prüfen. Ob zwei Menschen miteinander zurechtkommen, zeigt sich erst im Alltag. In den meisten Fällen liegt es nicht an fehlendem Können, sondern an unterschiedlichen Vorstellungen von Nähe, Ordnung oder Tagesrhythmus.
Sagen Sie es früh. Der häufigste Fehler ist, wochenlang auszuhalten und dann in einer eskalierten Situation anzurufen. Melden Sie sich, wenn Ihnen in der ersten Woche etwas auffällt: Wir sprechen dann zuerst mit beiden Seiten, weil sich viele Reibungen mit einem klärenden Gespräch auflösen. Wenn nicht, organisieren wir den Wechsel. Sie bekommen ein neues Profil und die Suche beginnt von vorn, ohne dass Sie den Ablauf noch einmal ganz durchlaufen müssen, denn die Bedarfserfassung liegt uns vor.
Wenn die Betreuungskraft erkrankt
Auch das kommt vor. Bei einer leichten Erkältung bleibt die Betreuungskraft im Haushalt und schont sich; die Familie springt für die schwereren Tätigkeiten ein. Bei einer ernsteren oder längeren Erkrankung reist sie ab, denn ein kranker Mensch kann keinen pflegebedürftigen betreuen. Im Haushalt lebt zudem jemand mit geschwächter Abwehr.
Für diesen Fall organisieren wir Ersatz. Wie schnell das gelingt, hängt an der Jahreszeit und am Anforderungsprofil; meist sind es wenige Tage. Für die Zwischenzeit lassen sich Verhinderungspflege oder ein stundenweiser ambulanter Dienst einsetzen. Entscheidend ist, dass Sie uns sofort anrufen, auch abends und am Wochenende, unter 069 17515995. Ein Anruf am Montagmorgen über etwas, das am Freitag begann, kostet drei Tage.
Was Sie vorbereiten können
Der Ablauf wird deutlich schneller, wenn ein paar Dinge beim ersten Gespräch schon vorliegen: der Pflegegrad oder der Stand des Antrags, eine Liste der Medikamente, die Namen von Hausarzt und gegebenenfalls Pflegedienst sowie eine ehrliche Einschätzung der Nächte. Wenn noch kein Pflegegrad besteht, lohnt sich der Antrag parallel. Er hat auf die Vermittlung keinen Einfluss, aber auf die Finanzierung. Wie Sie einen Pflegegrad beantragen und was der Medizinische Dienst prüft, steht im Ratgeber; welche Stufe welche Leistungen auslöst, zeigt die Übersicht der Pflegegrade und ihrer Kriterien.
Am schnellsten geht der Einstieg über den Fragebogen zur Bedarfserfassung: Er deckt in etwa zehn Minuten alles ab, was wir für Schritt zwei und drei brauchen. Welche Voraussetzungen der Haushalt erfüllen muss, prüfen wir dabei gleich mit. Wer lieber spricht, erreicht uns über das Kontaktformular oder telefonisch.
Ein letzter Hinweis, den wir oft geben müssen: Beziehen Sie den betreuten Menschen so früh wie möglich ein, auch wenn es umständlicher ist. Eine Betreuungskraft, die als Überraschung vor der Tür steht, hat es in den ersten Wochen ungleich schwerer. Wo das wegen einer fortgeschrittenen Demenz nicht mehr geht, hilft es, den Einzug in vertrauten Worten anzukündigen: als Hilfe im Haushalt, nicht als Pflegemaßnahme. Was danach im Alltag konkret übernommen wird, steht unter Leistungen der Betreuung, und wofür die Betreuungsform insgesamt steht, erklärt die Übersicht zur 24-Stunden-Pflege zu Hause.
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Häufige Fragen zum Ablauf
Wie schnell bekommt man eine 24-Stunden-Pflege?
In der Regel dauert es zehn bis vierzehn Tage vom ersten Gespräch bis zur Anreise. Der größte Teil davon entfällt auf die Auswahl der passenden Betreuungskraft und die Reiseplanung. Bei einer angekündigten Klinikentlassung geht es oft schneller, weil Termin und Bedarf früh feststehen. Länger dauert es, wenn seltene Anforderungen zusammenkommen.
Was kostet die Vermittlung selbst?
Erstgespräch, Bedarfserfassung und Angebot sind kostenlos und unverbindlich. Es entstehen keine Kosten, solange Sie kein Angebot angenommen haben. Auch das Vorstellen einer Betreuungskraft und ein Telefonat mit ihr ist kostenfrei. Erst mit der Beauftragung und der Anreise beginnt die Abrechnung.
Wie oft wechselt die Betreuungskraft?
Üblich ist ein Turnus von vier bis zwölf Wochen. Kürzere Turnusse bedeuten mehr Anreisen und häufigeres Eingewöhnen, längere sind für die Betreuungskraft belastender. Viele Haushalte fahren gut mit acht bis zehn Wochen. Wir versuchen, dieselben zwei Personen dauerhaft im Wechsel einzusetzen, damit beide den Haushalt kennen.
Was passiert, wenn die Betreuungskraft krank wird?
Bei kurzer Erkrankung bleibt sie im Haushalt und schont sich, soweit das möglich ist. Bei längerer oder schwerer Erkrankung reist sie ab und wir organisieren Ersatz. Diese Fälle sind selten, aber sie kommen vor. Wichtig ist, dass Sie sofort anrufen und nicht abwarten. Dann lässt sich meist innerhalb weniger Tage nachbesetzen.
Kann ich die Betreuungskraft vorher kennenlernen?
Sie erhalten vor der Buchung ein Profil mit Alter, Erfahrung, Deutschkenntnissen, Führerschein und Raucherstatus. Ein Telefonat vor der Anreise ist auf Wunsch möglich und aus unserer Sicht sinnvoll. Sie hören dann selbst, wie gut die Verständigung klappt. Ein persönliches Treffen vor der Anreise ist wegen der Entfernung nicht darstellbar.
Wie lange bin ich vertraglich gebunden?
Die Vermittlung läuft auf unbestimmte Zeit mit einer Kündigungsfrist, die im Vertrag steht. Eine Mindestlaufzeit über den ersten Einsatz hinaus vereinbaren wir nicht. Wenn sich der Zustand ändert, ein Heimplatz frei wird oder die Betreuung nicht mehr nötig ist, endet sie zum vereinbarten Termin.
Der erste Schritt ist ein Gespräch
Rufen Sie an oder füllen Sie den Fragebogen aus. Bedarfserfassung und Angebot sind kostenlos. Kosten entstehen erst, wenn Sie sich entscheiden.